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Woodstock 1969

Am Freitag dem 15. August 1969 startete der Höhepunkt der 60er-Hippie-Bewegung mit einem legendäre Rockfestival: Woodstock.

Das Konzert fand zwar nicht in dem Örtchen Woodstock, ca. 100 km von Manhattan, sondern auf einem 243 ha großen Farmergelände im 80 km entfernten Bethel statt - aber wen stört das schon, wo es ja auch beim besten Willen nichts mit einer (im offiziellen Jargon) "Musik- und Kunstmesse" zu tun hatte.

Organisiert und finanziert wurde Woodstock von vier jungen Männern: John Roberts (26), Erbe reicher Eltern, und dessen Golf-Freund Joel Rosenman (24), die Anregungen für eine Fernsehkomödie aus den Ergebnissen einer Anzeige im März 1968 in der New York Times zu gewinnen suchten: "Junge Männer mit unbegrenztem Kapital suchen nach interessanten und legalen Investitionsmöglichkeiten und Geschäftsvorschlägen.". Auf diese Anzeige stießen Michael Lang (23), Manager einer Rockgruppe und gerade auf der Suche nach einem Plattenvertrag bei Capital Records, sowie Artie Kornfeld (25), Vizepräsident von Capital Records.

Geplant war Woodstock zunächst als kleine Party zur Finanzierung eines Aufnahmestudios, aber schon beim dritten Treffen der Organisatoren wurde mit 50.000 Besucher kalkuliert. Tatsächlich kamen schließlich zwischen 400.000 bis 500.000 Besucher. Allen zu Eigen war die pazifistische Einstellung, die Woodstock zu einem der friedlichsten Konzerte dieser Größe machte -es gab keine Gewalttaten-, eine für die damalige Zeit ungewöhnliche Tabulosigkeit und der kollektive (illegale) Drogenkonsum. Letzterer war auch mit ein Grund dafür, daß Woodstock von den staatlichen Behörden und Anwohnern auf jeden Fall verhindert werden sollte.

Offizielle Begründung für den Verbot des Festivals in der Stadt Wallkill waren angeblich illegale Außentoiletten, mangelhafte Pläne der Organisatoren und die fehlende erforderliche Genehmigung aufgrund eines Gesetzes, das nur wenige Wochen vorher beschlossen worden war. Im Nachhinein stellte sich das vielleicht als Glücksfall dar, denn die Proteste in den Medien gegen das Gesetzt sorgten für viel kostenlose Publicity.

Doch über einen Hotelbesitzer, der von dem Verbot gehört hatte und durch ein kleines Festival sein Geschäft wieder ankurbeln wollte, wurde schnell ein neues und noch besser geeignetes Gelände gefunden: Das Farmgelände bei Bethel.

Nach und nach merkten auch dort die 4.000 Bewohner, was vor sich ging und versuchten Woodstock u.a. durch eine Petition und letztlich eine Straßenbarrikade zu stoppen, doch da war es bereits zu spät: In den anreisenden Massen ging jede Organisation und Planung unter. Das Festival wurde von den Veranstalter für frei erklärt, da nicht genug Kassenhäuschen vorhanden und die Begrenzung einfach niedergerissen worden war.

Finanziell war das Konzert ein Desaster: Veranstaltungsausgaben 70% über Budget, Produktionskosten 300% über Budget, ungedeckte Schecks in Höhe von 600.000$, Kosten für Putz- und Aufräumarbeiten in Höhe 600.000$ und horrende Musikergagen, um die damaligen (zunächst sehr skeptischen) Stars für das Festival zu gewinnen: Die Gesamtkosten lagen bei 2,4 Millionen $.

Nach Berichten gab es 5.162 medizinische Fälle, 797 dokumentierte Fälle von Drogenmißbrauch, 8 Fehlgeburten und drei Tote (zwei waren an Überdosen gestorben, einer im Schlafsack von einem Traktor überfahren worden).

Und so bringt es das 1978 von Wayne Saward erbaute Denkmal auf den Punkt: "Es ist unmöglich, endgültige Worte über Woodstock 1969 zu schreiben. Es ist zum historischen Symbol mit verschiedenen Bedeutungen für Tausende von Menschen geworden."





Woodstock 2004

Unter dem Motto "Woodstock 2004 - A Night of Woodstock-Music" gibt es Anfang 2004 ein musikalisches Revival des legendären 69'er Festivals. Dabei steht die Namensliste mit Musikern wie Harry Tröger, Achim Weller oder Janina Färber, um nur drei Namen zu nennen, als Garant dafür, daß der Konzertbesucher mit geschlossenen Augen Raum und Zeit vergessen und sich 34 Jahre zurückversetzt fühlen wird.

Zu Hören gibt es natürlich die alten Klassiker von Joe Cocker, Janis Joplin, Carlos Santana, Grateful Dead, Ten Years After, The Who und vielen mehr...

Als kleinen Vorgeschmack und spätere Erinnerung werden die Musiker, wie zuletzt bei "A Night of Guitars", wieder eine CD mit Stücken aus dem Konzertprogramm aufnehmen. Und wie auch letztes Jahr werden die Titel wieder nicht einfach Stück für Stück aufgenommen und aneinander gereiht, sondern einfallsreich, kreativ und fließend arrangiert.

Für alle Fans und Liebhaber der Musik von Woodstock haben wir extra mehrfarbig bedruckte T-Shirts anfertigen lassen.

Viel Spaß!

Sabine beim Entwerfen des Woodstock-Logos und des Prototyps für die T-Shirts.

Mit freundlicher Unterstützung von: