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Inhalt:
SEDNA
Jubiläumskonzert: Fünf Jahre Livekultur
Projekt 2006: Brothers in Arms
Projekt 2005: The End - A Strange Night of Rock
Projekt 2004: Woodstock 2004



Jubiläumskonzert: Fünf Jahre Livekultur

Frankenpost Münchberg, 24.10.2007
Barfuß oder aber mit Schlaghose
Zeitreise / "Livekultur" weckt mit Jubiläumskonzert Erinnerungen an Woodstock und die Hippie-Zeit; Von Christina Fichtner
Münchberg – Zum fünften Geburtstag der Hofer Projektschmiede „Livekultur“ warteten die Organisatoren mit einem ganz besonderen Musikerlebnis auf: Im Apollo Kino in Münchberg wurde nämlich eines der legendärsten Festivals weltweit wieder zum Leben erweckt.
Gebatikte T-Shirts, Schlaghosen, Halsketten mit übergroßen „Peace“-Anhängern und Flower-Power soweit das Auge reichte, versprachen nicht nur Good-Vibrations, sondern auch eine aufregende Zeitreise zurück ins Jahr 1969. Ob mit rauchigen Stimmen und durchdringenden Trommelbeats oder mit sanften Songs von Liebe und Freiheit – die vielen Musiker aus der Region verstanden es, die Hippie-Zeit und somit auch das lockere Lebensgefühl in ihren Zuhörern heraufzubeschwören.

Unkonventionell,
unkompliziert

So schlüpften unter anderem Harry Tröger (Waldschrat), Achim Weller (Gameboys), Janina Färber (Silhouettes), Peter Wrobel (Pilgramsreuther), Jürgen Fein (Granny's Pearl) und Harald Gebhardt (Gospelchor „Joy in Belief“) in die Rollen von Joe Cocker, Janis Joplin, Carlos Santana, Jimi Hendrix und vielen mehr.
„Alles das, was die damalige Zeit ausmacht, bringen die Sänger auch hier auf der Bühne richtig authentisch rüber“, erzählt Janine Bischoff aus Naila, die trotz ihres jungen Alters ein großer Fan dieser Bewegung ist und auch privat gerne Hippie-Klamotten trägt.
Ebenso ließen die wippenden Köpfe der rund 250 Besucher, die schrillen Pfiffe der Zustimmung und rhythmisch trommelnde Hände auf den Kinotischen keinen Zweifel, dass das Publikum mit den aufführenden Künstlern an

diesem Abend auf ein und derselben Wellenlänge lag. Sie ließen die Szenerie vom 15. August 1969 inmitten eines Farmergeländes in den Vereinigten Staaten von Amerika vor ihrem geistigen Auge vorüberziehen. So unkonventionell und unkompliziert wie es schon damals zugegangen sein muss, so war es nun auch in Münchberg. Denn ob die barfüßige Sängerin Janina Färber an der Gitarre die Leute mit Gefühl pur verzückte oder der Ex-Musiker Georg Schwaiger für einen ausgefallenen Drummer ganz spontan vom Barhocker im Gasthaus direkt hinter das Mikrofon auf der Bühne springen musste, überall war etwas von der Woodstock-Gelassenheit zu spüren.
„Bei einem solchen Auftritt geht es nicht darum, wie viele Lieder man perfekt eingeprobt hat, sondern rein um den Spaß an der Freude“, meinte der Münchberger Georg Schwaiger.




Projekt 2006: Brothers in Arms


Blickpunkt, 12.04.2006
"Brothers in Arms" in Helmbrechts
Zuschauer genossen den letzten Auftritt der aktuellen Livekultur-Show
HELMBRECHTS - Das Musical Hair, die Songs von Led Zeppelin, den Dire Straits, Black Sabbath, Metallica oder den Mamas und Papas sind vielen Menschen noch bestens bekannt. Das "Feeling" der 60er Jahre und der damit verbundene Vietnamkrieg sowie das Motto "Make love - not war" standen im Mittelpunkt eines Konzerts in Helmbrechts: Mit "Brothers in Arms" setzte Livekultur diese für so viele Menschen prägende Ära eindrucksvoll in Szene.
Wie schon in den Vorjahren wurden für Livekultuur wieder Musiker aus verschiedensten oberfränkischen Bands rekrutiert. Nachdem die Kronacher Vorgruppe "The Riffsurfers" die Gäste in Stimmung gebracht hatte, trat das zwölfköpfige "Brothers in Arms"-Ensemble in Aktion. Und es ging zu wie damals in Kalifornien, als die Demonstranten den Nationalgardisten Blumen in die Gewehrläufe und an die Helme steckten - mit Songs aus den 60er Jahren von den Mamas und Papas sowie aus dem Musical Hair. Die rund 350 Zuschauer ließen sich von Hippie-Outfits und Militärlook begeistern und sangen mit. Im weiteren Verlauf der Konzertshow zeichnete die Gruppe die folgenden Entwicklungen rund um den Vietnamkrieg und die "Make love - not war"-Bewegung nach. Wechselnde Künstler präsentierten ausdrucksstark
Hits von Jimi Hendrix, Vanilla Fudge, Rolling Stones, Led Zeppelin, Edwin Starr, Simple Minds, Dire Straits, Black Sabbath, Metallica, Wishful Thinking, Franky goes to Hollywood und anderen.
Zwischen den Songs kommentierte Livekultur-Initiator Jürgen Fein die Szenen immer wieder mit spitzer Zunge und hintergründigen Texten zum eskalierenden Vietnamkrieg.
Livekultur verschmilzt Musical-Elemente und Musik zu einem mitreißenden Rockkonzert mit Ausflügen in die Stilrichtungen Funk, Reggae, Folk, Blues und Soul. Die Powerstimmen von Janina Färber, Sandra Stail, Micha Hohberger, Harald Gebhardt, Thomas Mohr und Klaus Rießbeck entführten die Besucher in die Flower Power-Zeit.
Zwichendurch brachten Schlagzeuger Hannes Götz sowie Matthias Amm, Peter Wrobel, Thomas Mohr und Jürgen Fein an den Gitarren die Menge mit minutenlangen Soloeinlagen zum Toben. Die faszinierende Mischung der Musikstücke ergänzten Keyboarder Rolf Deutschendorf und Sabine Fein am Akkordeon. Einlagen mit Flöte, Saxophon oder Akkordeon würzten die in dieser Art wohl einmalige Konzertshow.
Ohne Pausen ging die dreistündige Reise durch die Sechhziger-Ära mit einem

grandiosen Finale mit "Brothers in Arms" und "Let the sunshine in" zu Ende und man kehrte mit dem Musical Hair wieder an den Ausgangspunkt der Show zurück. Zu Liedern wie "Atlantis", "Hiroshima", "In the Army now", "I got you babe" oder "San Francisco" schwelgten viele Gäste auch auf dem Nachhauseweg noch in alten Erinnerungen.
Nach der Zugabe nahmen die Musiker und das Technikteam noch zahlreiche Glückwünsche der Fans entgegen, zumal der Auftritt in Helmbrechts gleichzeitig das Abschlusskonzert von "Brothers in Arms" nach acht Auftritten in Obefranken und dem Vogtland war. "Es war ganz in Ordnung", resümiert der Kopf des Livekultur-Projekts Jürgen Fein schmunzelnd. "Die passenden Musiker zu finden und dann auch noch terminlich alle für eine solche Tour mit vorherigen Proben unter einen Hut zu bringen, ist nicht einfach, da sie ja alle auch noch in anderen Bands spielen. Doch es ist schön, nach dem Start in Hof auch dieses Jahr die Tour durch Hochfranken wieder in der Heimat in Helmbrechts und bei solcher Stimmung enden zu lassen." Die musikalische Umsetzung der Antikriegs-Bewegung mit eigenen Versionen sowie mitreißenden Vocal- und Instrumentaleinlagen begeisterten die Zuschauer, die das Team um Jürgen Fein zu Recht mit tosendem Beifall für dieses Jahr verabschiedeten.

RAINER FRITSCH



Neue Presse, 12.04.2006
"Livekultur" in der Zecherhalle
Flower Power umhüllt von mystischen Lichteffekten
NEUKENROTH - Ein tolles "Livekultur"-Projekt erlebten die Gäste am vergangenen Wochenende in der Neukenrother Zecher-Halle. "Brothers in Arms", so der Titel des diesjährigen Projekts. Musiker aus verschiedenen Formationen mit den unterschiedlichsten Musikrichttungen finden sich in diesem Projekt wieder, das die Zeit der Flower-Power und der Antikriegslieder beschreibt. Im Outfit der Hippies und als Krieger stellten die Musiker die Lieder der damaligen zzeit vor. Der Leitspruch dieser Zeit hieß "Make Love not War" und getreu diesem Leitspruch präsentierte ddie tolle Truppe die Songs. Moderiert mit nachdenklichen Texten fanden die Lieder ihre Fans, die jeden Song freudig beklatschen.
Beginnen mit Lieedern aus dem Musical Hair, streiften sie San Francisco als das Mekka der Hippies und kamen mit dem "American Woman", das von Janina Färber geradezu zelebriert wurde, nach "Vietnam". Die Jungs, die in Vietnam kämpften und zu dieser Zeit "In the Army now" waren hatten einen Altersdurchschnitt von "19". Zwei Millionen Vietnamesen und zirka 57.000 amerikanische Soldaten fielen diesem Krieg, der durch die Friedensbewegung und die Protestsongs aufgearbeitet wurde. Lieder wie "Belfast Child" und "Hiroshima" wiesen auf weitere Krisenherde dieser Zeit in. Eingehüllt in mystisches Licht wurden die Songs präsentiert. Der Epos "Brothers in Arms" der Dire Straits, dem de Projekt

seinen Namen gab, krönte die tolle Darbietung, bei der ständig wechselnde Parts die Gesangsrollen übernahmen. Die klassischen Klänge der E-Gitarren und der Hammond-Orgel bestimmten die teilweise auch weniger bekannten Lieder des Abends. Die Super-Truppe des Projekts mit Sandra Stail (Gesang), Klaus Rießbeck, Micha Hohberger und Harald Gebhardt (Gesang, Percussions), Sabine Fein (Akkordeon), Jürgen Fein (Gitarre, Saxophon), Matthias Amm (Gitarre, Bass), Meister Mohr (Gesang, Gitarre), Rolf Deuutschendorf (Keyboards), Peter Wrobel (Bass, Saxophon, Klarinette, Tin-Whistle, Querflöte), Hannes Götz (Schlagzeug) und Jeffrey Strößner am Misschplt begeisterte mit ihrem Projekt, dem sicherlich weitere folgen werden.



Frankenpost online, 10.04.2006
BILDERGALERIE / GUT 350 ZUSCHAUER Mit einer eindrucksvollen und nachdenklichen Show begeisterte Brothers in Arms in Helmbrechts
Eine Reise in die Flower-Power-Zeit
Das Musical Hair, die Songs von Led Zeppelin, Black Sabbath, Metallica, Wishful Thinking oder den Mamas und Papas sind vielen Menschen aus dieser Generation noch bestens bekannt. Das Gefühl der 60er-Jahre mit dem Hintergrund des Vietnamkrieges und dessen Gegnern stand im Mittelpunkt eines Konzerts in Helmbrechts.

HELMBRECHTS – Mit „Brothers in Arms“ setzte Livekultur diese Ära eindruckvoll am Samstagabend im Bürgersaal um. Wie auch schon in den Vorjahren wurden für dieses Projekt wieder Musiker aus verschiedenen oberfränkischen Bands rekrutiert, um die Künstlerauswahl speziell auf diese Show abzustimmen. Nachdem die Kronacher Vorgruppe „The Riffsurfers“ die Gäste bestens vorgeheizt hatte, trat das zwölfköpfige „Brothers in Arms“-Ensemble in Aktion. Wie damals in Kalifornien, als die Demonstranten den Nationalgardisten Blumen in die Gewehrläufe und an die Helme steckten, begann auch dieser Auftritt. Mit Songs aus den 60er-Jahren von den Mamas und Papas, Flowerpot Men, Animals sowie dem Musical Hair wurden bei den rund 350 Zuschauern Erinnerungen an diese Zeit wach.
Durch das Hippie-Outfit zwischen dem Militärlook ließen sich die Fans auch zugleich zum Mitmachen animieren. Im weiteren Verlauf der Konzertshow zeichnet die Gruppe den weiteren Verlauf der Entwicklungen dieser Epoche auf. Wechselnde Künstler präsentierten ausdrucksstark Hits von Jimi Hendrix, Vanilla Fudge, Sly & the Family Stone, Rolling Stones, Led Zeppelin, Jefferson Airplane, Edwin Starr, Simple Minds, Dire Straits, Black Sabbath, Metallica, Wishful Thinking, Franky goes to Hollywood und anderen Gruppen. Zwischen den Songs kommentierte Initiator Jürgen Fein die Szenen immer wieder mit spitzer Zunge und hintergründigen Texten zur Situation in Zeiten des eskalierenden Vietnamkrieges.
Diese Veranstaltung verschmelzt Musicalelemente und Musik zu einem mitreißenden Rockkonzert mit Ausflügen in die Stilrichtungen Funk, Reggae, Folk, Blues und Soul. Die Powerstimmen von Janina Färber, Sandra Stail, Micha Hohberger, Harald Gebhardt, Thomas Mohr und Klaus Rießbeck entführten die Besucher eindrucksvoll in die Flower Power Zeit. Zwischendurch brachten

Schlagzeuger Hannes Götz sowie Matthias Amm, Peter Wrobel, Thomas Mohr und Jürgen Fein an den Gitarren die Menge mit minutenlangen Soloeinlagen zum Toben. Die faszinierende Mischung der Musikstücke ergänzten Keyboarder Rolf Deutschendorf und Sabine Fein am Akkordeon. Auch nicht unbedingt übliche Elemente mit Flöte, Saxophon oder Akkordeon würzten die, in diese Art wohl einmalige, Konzertshow, und dafür gab es reichlich Beifall aus den Reihen der Besucher.
Ohne Pausen ging die dreistündige Reise durch die Sechziger-Ära in einem grandiosen Finale mit „Brothers in Arms“ und „Let the sun shine in“ dann zu Ende und man kehrte mit dem Musical Hair wieder an den Ausgangspunkt der Show zurück. Bei Liedern wie „Atlantis“, „Vietnam“, „Hiroshima“, „In the Army now“, „I got you babe“ oder „San Francisco“ schwelgten viele gerne in alten Erinnerungen, als sie sich nach ein Uhr auf den Nachhauseweg machten und diese Ohrwürmer im Kopf hatten.
Nach der Zugabe nahmen die Musiker und das Technikteam noch zahlreiche Glückwünsche der Fans entgegen, zumal dieses gleichzeitig das Abschlusskonzert nach acht Auftritten in Oberfranken und dem Vogtland war.



Frankenpost, 13.03.2006
Live und laut - Rockmusik, die ansteckt
Musikprojekt bringt RSC-Halle zum Kochen / Wetter macht Verein Strich durch die Rechnung
"Brothers in Arms" präsentierte sich am Samstagabend als spannungsgeladenes Rockkonzert mit Ausflügen in die Stilrichtungen Funk, Reggae, Folk, blues und Soul. 150 Gäste ließen sich in der RSC-Halle in Rehau von Jürgen Feins "Livekultur-Projekt" entführen in die Musikwelt der 60-er, 70er und 80-er Jahre.

REHAU - Die Lebensfreude der Musiker auf der Bühne steckte an zum Mittun. Die 150 Zuhörer ließen sich von "American Woman" genauso verzücken wie mit "Two Tribes" oder "Hiroshima" und "Atlantis". "Das ist der absolute Hammer, was Jürgen Fein da auf die Beine gestellt hat", freute sich Horst Distler. Der Rehauer war vor allem angetan vom Aufzug und der Atmosphäre von Feins

Projekt. Für Distler war "Woodstock" vor zwei Jahren schon spitze gewesen, jedoch übertreffe "Brothers in Arms" alles bisherige.

Jürgen Fein und seine Musiker stellten die Musikentwicklung der 60-er, 70-er und 80-er Jahre durch unterschiedlichste Stilrichtungen dar: Vanilla Fudge, Rolling Stones, Led Zeppelin, Edwin Starr, Simple Minds, Dire Straits, Black Sabbath, Metallica, Wishful Thinking, Franky goes to Hollywood und... Hinter "Brothers in Arms" steckt Feins viertes Konzertprojekt "Livekultur"; die Idee, jedes Jahr aufs Neue ein ganz besonderes Konzertprogramm zu entwerfen und es mit speziell dafür zusammengesuchten Musikern

auf die Bühne zu bringen.

Neben Fein (Gitarren, Sax, Moderation) sind das Peter Wrobel (Bass, Sax, Flöten), Thomas Mohr (Gitarren, Gesang), Rolf Deutschendof (Keyboards), Sabine Fein (Akkodeon), Harald Gebhardt, Sandra Stail und Janina Färber (alle Gesang). Neu dabei sind Klaus Rießbeck, Michael Hohberger (beide Gesang), Matthias Amm (Gitarren, Bass) und Hannes Götzz (Schlagzeug). Als Einheizer betätigten sich die Riffsurfers aus Kronach.

Max Köppel vom Veranstalter RSC zeigte sich mit dem Konzertverlauf sehr zufrieden. Mit dem Zuschauerzuspruch eher weniger. Das Schneetreiben habe ihnen gut und gerne 50 Zuhörer gekostet.

R.D.



Rocktimes.de, 11.01.2006
Liveprojekt Brothers in Arms
Hof/Saale, Alter Bahnhof, 07.01.2006
...

Mit der 'Stärke' vom Vortag gerüstet, dann also zum Hauptereignis, dem neuen Liveprojekt "Brothers in Arms".
Testlauf wie immer zuerst im 'Alten Bahnhof' in Hof/Saale vor treuem Stammpublikum. Der 'Bahnhof' ist eine schöne alte Kneipe mit einem Nebenzimmer und einer kleinen Bühne. Darauf quetschten sich die zwölf aktuellen Liveprojekt-Protagonisten samt Equipment und Requisiten, davor und in den Seitengängen über 200 Zuhörer. Rammelvoll (Getränkenachschub unmöglich), heiß und mit einer Luft zum Schneiden - R´n R-Feeling für die Hardcore-Fraktion.
Das mittlerweile vierte Programm von Chefideologe Jürgen Fein ist eine Revue mit thematischem Schwerpunkt auf der Protest- und Anti-Kriegsbewegung in der Rockmusik. Dazu hat er wieder eine Truppe aus den unterschiedlichsten Bands um sich geschart, die sich als 'Creme' oberfränkischer Rocker (zumindest aus den nordöstlichen Regionen) bezeichnen darf. Neben Mastermind Fein (Gitarren, Sax, Moderation) in der Stammbesetzung Peter Wrobel (Bass, Sax, Flöten), Thomas Mohr (Gitarren, Gesang), Rolf Deutschendorf (Keyboards), Sabine Fein (Akkordeon), Harald Gebhardt, Sandra Stail (beide Gesang) und Janina 'Janis' Färber mit ihrer Wahnsinns-Röhre waren diesmal neu dabei: Klaus Rießbeck, Michael Hohberger (beide Gesang, von Voice

Club), Matthias 'Matze' Amm (Gitarren, Bass von The Riffsurfers) und Hannes Götz (Schlagzeug, von Frogstar Battle Machine). Jeffrey Strößner sorgte erneut für einen Spitzensound unter den schwierigen Bedingungen. Den ersten gemeinsam Auftritt, die Nagelprobe, bestand die Mannschaft bestens.
Mit der "Hair"-Hymne "Aquarius" geht´s los, Hippies stecken den als Soldaten ausstaffierten Musikern Blumen an die Helme. Nach Zeiten der Glückseligkeit (div. Flower-Power-Titel) kommt der Schock ("Vietnam"), der Krieg hält Einzug ("Sympathy For The Devil"/"Two Tribes" mit einem wahrhaft dämonischen Klaus am Mikro). Kurzes Intermezzo mit "I Got You Babe" mit Sandra und Michael als Turtelpaar, bevor mit "Atlantis" die nächste Katastrophe wartet. "American Woman" mit der flaggenumhüllten 'Janis' bringt das Geschehen in die Gegenwart zurück und ist der Auftakt für den nächsten Knaller "In The Army Now"/"19"/"War" mit den drei männlichen Leadvocals.
Natürlich unvermeidlich der 70er Disco-Hit "Hiroshima", bevor Janina mit dem Double "War Pigs"/"Immigrant Song" zum Hardrock-Sturm bläst. "Keep Me Hanging On" in der Fudge-Version und dann die 80er Jahre: "Belfast Child"/ "One". Ein manisches "Paint In Black" bereitet den Weg für das namensgebende "Brothers In Arms",

mit den beiden 'Granny´s-Buddies' Jürgen und Thomas im Fokus. Keyboard-Brachialgewalt von Rolf noch einmal mit "America" und dann die Rückkehr in das Frisco der Hippies. "White Bird" in einer tollen Version, bei der die süßlichen Geigen durch groovende Saxophone ersetzt werden. Mit "Flesh Failures"/"Let The Sunshine In" schließt sich der Kreis.
Die Fans waren begeistert von der neuen Show und ihren Interpreten, die ein weiteres Kapitel der bis heute richtungsweisenden Rockmusik aufschlugen. Die 'Neuen' machten sich hervorragend und sorgten für viele Highlights. Es waren übrigens nicht nur 'Zeitzeugen' im Publikum, sondern auch eine ganz erstaunliche Anzahl von Teenagern, die hingebungsvoll in die Zeit der 'Alten' eintauchten. Zugaben: Eine Unplugged-Version von "Redemption Song" von Janina und Jürgen sowie der Klassiker "Eve Of Destruction" mit Harald, der zur Premiere seinen 50. Geburtstag feierte. Ich tippe, Impressario Jürgen bastelt nach dem Auftakt (wie bisher) noch mal am Arrangement und einige kleine 'Rumpler' im Zusammenspiel werden wohl auch noch ausgebügelt werden. Die Fans in Oberfranken und im nahen Sachsen/Thüringen sollten sich das neue Liveprojekt auf keinen Fall entgehen lassen. Rock-Historie mit markanten Songs, live und gekonnt auf der Bühne, nicht nachgespielt, sondern neu und hervorragend interpretiert.

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mit vielen Bildern

Von Norbert Neugebauer



Frankenpost, 11.01.2006
Liveprojekt-Premiere im "Alten Bahnhof"
Rockmusik gegen den Krieg

Von Norbert Neugebauer

Hof - Das neue Liveprojekt von Jürgen Fein feierte Premiere im völlig überfüllten "Alten Bahnhof" in Hof. "Brothers in Arms" ist eine Revue mit thematischem Schwerpunkt auf der Protest- und Anti-Kriegs-Bewegung in der Rockmusik. Dazu hat Fein wieder eine Truppe aus den unterschiedlichsten regionalen Bands um sich geschart.
Neben Fein (Gitarren, Sax, Moderation) in der Stammbesetzung Peter Wrobel (Bass, Sax, Flöten), Thomas Mohr (Gitarren, Gesang), Rolf Deutschendorf (Keyboards), Sabine Fein (Akkordeon), Harald Gebhardt, Sandra Stail und Janina Färber (Gesang, Percussion) waren diesmal Klaus Rießbeck und Michael Hohberger (Gesang), Matthias Amm (Gitarren, Bass) und Hannes Götz (Schlagzeug) neu dabei. Jeffrey Strößner sorgte wieder für einen Spitzensound am Mischpult.

Mit der Hair-Hymne "Aquarius" startete die Reise 1967; Hippies steckten den als Soldaten ausstaffierten Musikern Blumen an die Helme. Nach Zeiten des unbeschwerten Glücks (mit Flower-Power-Titeln) kam der Schock ("Vietnam"), der Krieg hielt Einzug ("Sympathy for the Devil", "Two Tribes") mit einem wahrhaft dämonischen Rießbeck am Mikro. Kurzes Intermezzo dann mit "I got you Babe" mit Stail und Hohberger als Turtelpaar, bevor die Sage von "Atlantis" Weltuntergangsstimmung verbreitete. "American Woman" mit der flaggenschwingenden Färber brachte das Geschehen in die Gegenwart zurück und war gleichzeitig der Auftakt für den nächsten Knaller- "In the Army now", "19", "War" mit den drei männlichen Leadvocals.
Natürlich unvermeidlich der 70er Disco-Hit "Hiroshima", bevor Färber mit "War Pigs" und "Immigrant Song" zum Hardrock-Sturm

blies. Dann Sprung in die 80er Jahre: "Belfast Child" und "One". Ein aufpeitschendes "Paint it black" bereitete den Weg für das namensgebende epische "Brothers in Arms" mit den beiden "Granny's Pearl"-Kollegen Fein und Mohr im Fokus. Keyboard-Brachialgewalt von Deutschendorf noch einmal mit "America", und zum Finale die Rückkehr in das San Francisco der Hippies. "White Bird" in einer mitreißenden Version, bei der die Geigen durch groovende Saxofone ersetzt wurden. Mit "Flesh Failures" und "Let the Sunshine in" schloss sich der Kreis zum Thema "Make Love not War".
Die Fans von 16 bis 65 waren begeistert von der neuen Show und ihren Interpreten, die ein weiteres Kapitel der bis heute richtungsweisenden Rockmusik aufschlugen. Nach zwei Zugaben - "Redemption Song" und dem Protestsong-Klassiker "Eve of Destruction" - verabschiedete sich die Liveprojekt Truppe unter Riesenapplaus vom Premierenpublikum.





Projekt 2005: The End - A Strange Night of Rock

Frankenpost, 12.05.2005
Livekultur stellt erste CD vor
Musik vom zehnten Planeten

HELMBRECHTS - ...

Wie bereits bei den bisherigen drei Konzerten eröffneten Thomas Marek und seine Begleitband Stagger Lee den Abend mit lautstarkem Bluesrock. Für das spektakuläre Finale hatten die Veranstalter das Team von LSP aus Gefrees verpflichtet, das Bühne und

Saal in einen Farbenrausch tauchte. Der Psycho-Trip mit Musik von Led Zeppelin, Pink Floyd, Yes und den Doors wurde dadurch auch zum optischen Leckerbissen. Immer wieder erhielt die Band während ihres Sets kräftigen Szenenapplaus. Die markanten Leadvocals teilten sich Janina Färber,

Patrick Busse und Thomas Mohr. Weitere Highlights setzten Jürgen Fein als über die Bühne irrender, durchgeknallter "Sebastian", Harry Tröger mit seinem Drumsolo aus "In-A-Gadda-Da-Vida", Peter Wrobel im Bass Leadpart von "One of these Days" und Rolf Deutschendorf vor allem bei den Doors- und Pink Floyd-Stücken am Keyboard.



Frankenpost, 17. März 2005
Volles Haus trotz Schneesturm
Livekultur in Bad Steben: Mit Musik auf Zeitreise

VON NORBERT NEUGEBAUER

Trotz des nächtlichen Schneesturms war das Schützenhaus in Bad Steben voll besetzt, als das mittlerweile dritte Projekt von Livekultur-Macher Jürgen Fein aus Hof über die Bühne ging. Sie kamen zu Rockmusik der Extraklasse, gespielt von heimischen Musikern aus verschiedenen Bands.

Bad Steben - Die Show hatte gegenüber der Premiere durch eine Programmumgestaltung deutlich an Kompaktheit gewonnen. Aus dem schwer verdaulichen Albtraum ist ein kraftvolles Rockspektakel geworden, das den Zuhörer auf eine "bewusstseinserweiternde" Reise durch die expreimentierfreudige Zeit um 1970 nimmt. Der Blick zurück auf die Bandlegenden "Cream", "The Doors", "Pink Floyd" oder "Led Zeppelin" und ihre epochalen Songmonumente wird zwar musikalisch auf Top-Niveau geworfen, aber stets auch mit einem ironischen Grinsen. Am Leadmikro

wechselten sich Impressario "Dr." Fein (sehr eindrucksvoll als durchgeknallter "Sebastian"), Janina "Janis" Färber, Reckless-Frontman Patrick Busse und "Meister" Thomas Mohr ab, die sich größtenteils auch die Gitarrenarbeit teilten. Rolf Deutschendorf stand mit seinen Keyboards meist im Brennpunkt und steuerte auch diverse Sounds aus der Konserve bei. Bei einigen Songs unterstützte ihn Mixer Jeffrey Strößner an den Tasten, der sonst für einen ausgezeichneten Sound im Saal sorgte. Solide Rhythmusarbeitlieferte Harry Tröger an seiner Drum-Machine (ebenfalls für die Abmischung zuständig). Lokalmatador Peter Wrobel gab den oft überlangen Stücken mit sattem Bass-Groove sowie Bläser-Einlagen Druck und Abwechslung. Sandra Stail war als Background-Voice ebenfalls wieder mit dabei, Matthias Amm übernahm bei seinem Projekt-Debüt verschiedene Parts als Gitarrist, manischer Agitator und Rezitator. Für ein bluesrockiges und souliges "Warmup" sorgten Thomas Marek mit Stagger Lee und ihrem Gast "Queen Mary".

Aus einem vermeintlichen unbeschwerten "Perfect Day" wird der Protagonist vom "Drogen-Pusher" auf einen Höllentrip befördert, findet sich in einer Gummizelle wieder, verliert Namen und Gedächtnis, begegnet Dämonen, durchlebt kosmische Traumwelten, macht Bekanntschaft mit einer Sado-Lady und ist schließlich verständlicherweise völlig "Dazed and Confused". Die Zeitreise geht traumverloren und geheimnisvoll mit Sirenenklängen weiter, doch "The End" kündigt sich mit dumpf drohenden Orgeltönen bereits an. Die Band beschwört fast greifbar die Apokalypse herauf. Es war aber nur ein böser Traum. Sanft führt der Maestro seine restlos begeisterten Fans nach zweieinhalb Stunden psychedelischer Zeitreise zurück in die Wirklichkeit und in eine winterliche Sturmnacht.

Das Finale des "The End"-Projekts steigt mit großer Light-show am 23. April im Rathaussaal Helmbrechts.



Frankenpost, 13. Januar 2005
Livekultur-Projekt "The End"
Rockiger Psycho-Trip

VON NORBERT NEUGEBAUERHof - Viel besser hätte das neue Livekultur-Projekt "The End - A Night of Strange Rock Music" nicht starten können. Der "Alte Bahnhof" in Hof war bis zum letzten Stehplatz gefüllt.

Die neue Show ist keine Fortsetzung der mitreißenden "Woodstock"-Revue, die den Höhepunkt der fröhlichen Hippie-Ära wieder aufleben ließ. Zunehmend düstere Momente wies die nachfolgende Rockmusik der späten 60er und frühen 70er Jahre auf. Die angestrebte Bewusstseinserweiterung kehrte oftmals die Abgründe menschlichen Daseins hervor und endete nicht selten im Horrortrip. Räucherstäbchenduft, Synthesizergebrodel, mysterienschwangere Texte und eine Bühnendeko wie in der Dracula-Gruft boten Jürgen Fein und seine Mitmusiker den Fans im "Alten Bahnhof" für die Sound- und Zeitreise.

Neben dem bewährten Stamm aus den beiden letzten Projekten ergänzten neue Gesicher die Formation. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Gitarrist und Sänger Thomas Marek, der von der Rythmus-Sektion der Band "Stagger Lee" begleitet wurde. Mit deftigem Bluesrock bereiteten sie das Publikum auf die "Strange Night" vor, der ein kurzer Traum-Text vom "Perfect Day" voranging. Doch da warteten schon die bösen Mächte in Person des "Green Manalishi" und zwangen die Zuhörer in die sahnegrelle Gummizelle des "White Rooms". Auf die "Riders on the Storm" folgten "Heart of the Sunrise", "Gates of Delirium" und die eiskalte "Venus in Furs" aus dem "Velvet Underground".

Noch reichlich "Dazed and Confused" von dem Albtraum trommelte Harry Tröger die Fans zurück in die Gärten des Lebens. Der Trip ging weiter in rosafarbene Klanguniversen - "2000 Lightyears from Home". Im Traum voller

Leidenschaften tauchten dann "Saucerful of Secrets" auf, die in mysteriöse "Severed Gardens" mit Janis Joplins Sirenengesängen entführten. Doch "The End" kam erbarmungslos - ein grandioses Finale mit dem nervenpeitschenden Doors-Klassiker.

Das dritte Projekt von Livekultur ist ein eindrucksvoll inszenierter musikalischer Psychotrip. Ein Hörerlebnis oft jenseits der geläufigen Harmonien und Rhythmen, jedoch von bizarrem Reiz mit selten gespielten Songmonumenten, wie immer aufgeführt von einer Schar der besten Rockmusiker aus der Region. Die weiteren Termine: am 19. Februar in Altenkunstadt, am 11. März in Bad Steben und am 23. April in Helmbrechts.





Projekt 2004: Woodstock 2004 / A Night of Woodstock Music

Vogtland-Anzeiger, 26. Januar 2005
KONZERT ERINNERT AN WOODSTOCK-MYTHOS
"Peace"-Zeichen damals und noch heute

Affalter -

...

Nun ist die Erinnerung an die Legende der Love & Peace Generation das eine, die Realität das andere. Langhaarige Mähnen sind lichten Köpfen gewichen, glatte Gesichtszüge zieren ein paar erste und zweite Falten. Doch so ein Konzert mal live zu erleben, wäre schon eine feine Sache für Junggebliebene und Junge. Das denken sich auch Spitzenmusiker oberfränkischer Bands und zelebrieren ihr eigenes Woodstock Festival. So auch am Samstag im erzgebirgischen Affalter.

Die Rahmenbedingungen waren freilich andere als 1969: In die Linde kamen nicht wie vor 36 Jahren fast eine halbe Million Fans, sondern 600 und zeigten das unvergessliche Peace Zeichen und es gab auch - Gott sei Dank - keine Drogenopfer, von ein paar Opfern des Bier- und Schnapsrausches mal abgesehen. Charismatische Sänger, großartige Gruppen und Solisten schufen mit Unterstützung von faszinierendem Backgroundgesang und dem Einspiel originaler Songs jenen satten Sound des legendären Festivals - ob Janina Färber als Janis Joplin und Joan Baez,

Achim Weller als Richie Heaven und Joe Cocker oder Jürgen Fein, dem Initiator des Livekulutr-Projektes, der das unvergessliche Gitarrenspiel von Carlos Santana und Jimi Hendrix auf die Ohren der Fans haute, und andere. Sämtliche Akteure sorgten einheitlich mit den Fans versc hiedener Generationen für ein Flair vergangener Tage und wer es verpasste, ist um ein unvergleichliches Erlebni

Auch wenn es nur 600 Besucher waren, die Stimmung war mindestens genau so toll wie 1969. kiwi



Frankenpost, 14. Juni 2004
Fast alles wie in Woodstock

VON NORBERT NEUGEBAUER

SEULBITZ - Das "Woodstock Revival Open Air 2004" am Fronleichnamstag hatte fast alles, was für das Original von 1969 auch typisch war: charismatische Sänger, tolle Instrumentalisten, großartige Bands und ein begeistertes Publikums, das sich auch vom Regen nicht vertreiben ließ.
Im kleinen Steinbruch von Seulbitz, bewirtschaftet vom dortigen Schützenverein, hatte das oberfränkische Liveprojekt unter Federführung des Hofers Jürgen Fein ein feines Festival mit drei Formationen auf die Bühne gestellt. Bei guten Sommerwetter spielte die Startband "Silverrock" mit Mainstream-Popmusik die doch recht ansehnliche Kulisse warm. Ganz anders heizten dann Flatman ein, die mittlerweile mit ihrer

zweiten CD regelmäßig im Ausland touren. Auch zu Hause brachten sie die Fans trotz des einsetzenden Regens zum Tanzen. Beeindruckend, wie sich der Drummer auch von dem auf sein Becken prasselnden Wasser nicht aus dem Takt bringen ließ, während die drei Gitarren und der Bass ihre Südstaatensalven unverdrossen auf die Wiese feuerten.
Die Zugaben gab's beim Woodstock-2004-Projekt schon vorher. Soulman Achim Weller skandierte Richie Havens "Freedom" und Janina Färber zeigte sich von ihrer folkigen Seite als Joan Baez. Davon hätte es ruhig mehr geben können. Dann spulte das Projekt jedoch sein erfolgreiches Tourprogramm ab, das dank nunmehr wieder trockenem Wetter und bester Abmischung auch ein einziger Genuss war. Weller als Joe Cocker, wie er nie besser gesungen hat, Sax-
Grooves bei Canned Heat, die aparte Sandra Stail im weißen Fummel als Rock-Ikone Grace Slick, Harald Gebhardt als Who-Tommy und CCR-Röhre, Elke Seyfferth mit Bauchtanz, die solide Unterstützung von Rolf Deutschendorf, Harry Tröger, "Meister" Thomas Mohr sowie Peter Wrobel an den Instrumenten und natürlich die fabelhafte Janina Färber als auferstandene Janis Joplin zum Finale.
Bei Mastermind Jürgen Fein, der die Gitarrengötter Carlos Santana und Jimi Hendrix bestens vertrat, liefen die Fäden zusammen. Dazu jede Menge Percussion, Backgroundgesang und Einspielungen von Original-Sounds von Woodstock '69. Es blieb trocken, die Fans hatten ihren Spaß.
Zwei Unterschiede zum Woodstock '69 gab's allerdings doch: erfreulicherweise keine Drogenopfer (außer ein paar Bier-Räuschen) und ein paar hunderttausend Zuschauer weniger.


Frankenpost, 09. Juni 2004
Feiner Hippie-Silberling aus Hof

VON HARALD JÄCKEL

HOF - Sie haben viel mehr als nur ein Peyce-Zeichen gesetzt: Nach der erfolg-reichen Konzerttournee des heimischen Woodstock-Musikerprojekts wurde jetzt in Hof bei einer bunten Hippie-Party die CD präsentiert: "A Night of Woodstock Music" - der brillant produzierte Live-Mitschnitt vom Abschluss-Gig der Tour im April in Helmbrechts.

Großer Bahnhof im Alten Bahnhof: In der Hofer Kult(ur)-Kneipe ertönt nach zwei Stunden gespannter Wartezeit um 21 Uhr eine Fanfare. Die Blicke der versammelten Musiker, Mitmacher und Fans des Woodstock-Projekts sind auf Organisator Jürgen Fein gerichtet. In knappen Worten stellt der Projekt-Pate die professionell gemachte CD vor, von deren Qualität sich das illustre Premieren- Publikums sogleich überzeugen kann: Bei Joe

Cockers "Delta Lady" - Achim Weller glänzt als stimmliches Reibeisen - schnippen die Finger rhythmisch und die erste Lady tanzt. Lied auf Lied folgen die Hippie-Hymnen von Canned Heat, Grateful Dead, Santana und The Who, von denen die meisten schon über 35 Jahre auf dem Buckel haben. Gleich drei Songs sind Janis Joplin gewidmet: Janina Färber singt auf der CD unglaublich nah am Original.

Bei den zehn Liedern zeigen die neun Musiker aus sechs Bands, Kapellen und Chören der Region die unverbrauchte Spielfreude einer wild zusammengewürlfelten Projekttruppe, gleichzeitig aber auch das exakte Ergebnis ausdauernder Probenaurbeit: Die Breaks sitzen punktgenau, die Soli kommen Note für Note originalgetreu und der Hintergrundgesang gibt dem Ganzen den letzten Hippie-Schliff im satten Sound des legendären Woodstock-Konzerts von 1969.

Zuständig für diesen überraschend guten Ton sind zwei Sound-Schmiede aus der Region: Jeffrey Strößner vom JB-Studio in Stammbach, der das Konzert am 13. April im Helmbrechtser Bürgersaal in 24-Spur-Technik aufgenommen und gemischt hat. Und Ex-Waldschrat und Woodstock-Trommler Harry Tröger, der das Masterling erledigt hat. Noch längst nicht erledigt ist für die Woodstock-Truppe das Projekt, das ursprünglich auf lediglich acht Konzerte ausgelegt war. Bereits am morgigen Donnerstag geht es weiter. Im Steinbruch Seulbitz zwischen Schwarzenbach/Saale und Münchberg steigt ab 15 Uhr ein Open-Air-Konzert mit eben dem Woodstock-Projekt, der renommierten Southern-Rock-Formation "Flatman" und "Silverrock".

DIE CD DES WOODSTOCK-PROJEKTS GIBT ES BEIM MEDIA-MARKT IN HOF, BEI MUSIK-GRIMM IN SELBITZ UND PER BESTELLUNG IM INTERNET UNTER www.livekultur.de



Frankenpost, 12. März 2004
Woodstock 2004: Livekultur-Projekt haucht der Legende neues Leben ein
Spitzenmusiker oberfränkischer Bands gemeinsam auf der Bühne

VON NORBERT NEUGEBAUER

HELMBRECHTS - Das Woodstock-Festival im Jahr 1969 war einer der ganz dicken Meilensteine in der Geschichte der Rockmusik. Das "Livekultur-Projekt für Oberfranken" hat die Legende der "Love&Peace-Generation" wieder auferstehen lassen. Nach acht nahezu komplett ausverkauften Auftritten stehen an diesem Samstag die neun Amateur-Musiker aus verschiedenen bekannten Bands im Helmbrechtser Rathaussaal zum letzten Mal auf der Bühne.

Im letzten Jahr startete das "Livekultur-Projekt" mit einer "A Night of Guitars"_Tournee durch Nordostoberfranken. Dabei stand Siebziger-Jahre-Gitarrenrock von Wishbone Ash & Co. auf dem Programm, hervorragend dargeboten von der Besetzung aus dem Raum Hof-Naila. Jürgen Fein, Gitarrist unter anderem bei Granny's Pearl, ist Initiator der Veranstaltungsreihe. Die Idee, bandübergreifend ein Musikthema gemeinsam zu erarbeiten und live vorzustellen, fand sofort Anhänger bei seinen Kollegen. Aber auch die Fans waren schnell mobilisiert. Bereits der erste Set war fast restlos ausverkauft. Das "Livekultur-Projekt" ist parallel dazu ins Studio gegangen und hat einen Teil der jeweiligen Songs aufgenommen, produziert ebenfalls von Fein.

"Woodstock 2004" kam rechtzeitig zum neuen Tourneestart heraus. Die Tour-Band besteht aus Mastermind Fein, Janina Färber, Leadstimme von "Heartattack" und Mitglied des Kronacher Gospelchors, Rolf Deutschendorf (Hammond-Orgel, Piano), Thomas Mohr (Gitarre, Bass), beide Granny's Pearl, Sandra Stail und Harald Gebhardt vom Hofer Gospelchor "Joy in Belief", Achim Weller von den "Game Boys" (alle Gesang, Percussion), Peter Wrobel (Bass, Saxophon, Klarinette) von den Pilgramsreuthern sowie "Waldschrat"-Schlagzeuger Harry Tröger. Das Repertoire umfasst die bekannten Songs von Joe Cocker, Janis Joplin, Canned Heat, Santana, Crosby, Stills & Nash, Grateful Dead, Ten Years After, The Who, Jimi Hendrix und Co.

Die Vorgabe, die unterschiedlichen Musikstile der Interpreten und nicht zuletzt die einmalige Atmosphäre des Festivals nachzuempfinden, war sicher ein schwieriges Unterfangen. Doch es hat sich zweifelsohne gelohnt, wie die begeisterten Fan-Reaktionen zeigen (Gästebucheintrag von "Uwe": "Hi, der Gig im Rockwerk war SUPER!!!"). Überraschenderweise war das Publikum bisher altersmäßig bunt gemischt. Neben den deutlich gelichteten Scheiteln der Original-Generation waren auch Dreadlocks und Popperfrisuren gut vertreten.

Die Bandmitglieder verstehen nicht nur ihr Handwerk bestens. Sie schlüpfen auch optisch in die Rollen der Stars und ziehen eine tolle Show ab. Das Ganze ist ein Revival mit vielen Pointen, das die Zeit augenzwinkernd zurückdreht. Neben hervorragend interpretierter Rockmusik (natürlich ausschließlich "handgemacht"), gibt's eine ganze Menge Spaß. Die farbenfrohe Hippie-Dekoration stammt von Elke Seyfferth, die auch einen Gastauftritt hat. Für die jeweiligen Gigs wurden weitere Bands als Zusatzprogramm verpflichtet, die allein schon den Besuch lohnten.

Die "Woodstock 2004"-Tour endet an diesem Wochenende mit zwei Auftritten, heute abend in Hirschfeld (Landkreis Kronach), im Sportheim. Als Support sind "Granny's Pearl" mit dabei. Morgen steht um 20 Uhr das große Finale mit Abschlußparty im Rathaussaal Helmbrechts an, das von "Guitar Beat" eröffnet wird. War's das wirklich? Oder gibt es im Sommer vielleicht dann einen Open-Air-Nachschlag, wie "Uwe" fordert: "Aber ich frage mich, warum nicht vor 20.000 Leuten im Sommer auf ner Wiesenfestwiese!? Also ehrlich, DAS sollten viel mehr Leute hören!" Keine Frage, daswäre dann wirklich wahres "Woodstock-Feeling - made in Oberfranggn".



Frankenpost, 09. Februar 2004
Pop und Nostalgie
"Woodstock Revival" in Bad Steben

Die Konzertreihe "Live aus dem Schützenhaus" brachte Nostalgie nach Bad Steben: das "Woodstock Revival" des Projekts "Livekultur"

Bad Steben - Eine Zeitreise in den Sommer 1969 erlebten die etwa 180 Besucher im Stebener Schützenhaus. Bunt, wie das Publikum auf dem Farmgelände in Woodstock anno dazumal, gestaltete sich die aufwändige Bühnenkulisse mit farbigen Tüchern im Jahr 2004. Mittendrin zuerst die "Anheizer" von "Guitar Beat". Mit vollem Südstaatenrock erwärten Michael Munzert (Schlagzeug), Max Viehrig (Bass), Michael Weiss (Guitar) und Wolfgang Narr (Guitar) schnell die Herzen des Publikums. Songs wie "Seventeen", "Big Sweat Live" und vor allem "Bar on Fire - rettet das Bier" fanden vollste Zustimmung.

Neun außergewöhnliche Musiker aus verschiedensten

Bands haben sich in diesem Jahr zum "Woodstock Revival" zusammengefunden. "With a little help" startete Joe Cocker alias Achim Weller von den "Game Boys" mit original Whiskey-Stimme und pantomimischen eckigen Bewegungen. Insgesamt sorgten fünf Solosänger mit ausdruckstarken, hart am Original orientierten Stimmen für Woodstock-Identität. Sandra Stail und Harald Gebhardt (Gospel-Chor "Joy in Belief") interpretierten Songs wie "White Rabbit" von "Jefferson Airplane" und "Christmas" von "The Who" fast identisch. Initiator und Veranstalter Jürgen Fein ("Granny's Pearl" und Zollkapelle) wurde bei "Going up the Country" von "Canned Heat" tänzerisch von "Hippie-Girl" Elke unterstützt. Die Zuhörer hielt es nicht lange auf ihren Plätzen.

Federboa, Zigarette und Wiskeyglas - jetzt war Janis Joplin alias Janina Färber (Gospelchor Kronach und "Heart Attack") mit "Move Over on Stage" in Steben. Ob rauchende Gitarren von

Jürgen Fein und Thomas Mohr ("Granny's Pearl") bei Jimi Hendrix oder "TEn Years After", rotierende Töne von Rolf Deutschendorf ("Granny's Pearl"), der Rythmus von Harry Trögers Schlagzeug ("Waldschrat") und Peter Wrobels Bass (Pilgramsreuther Blasmusik) mit fetzigen Percussions und orientalisch angehauchtem Tanz von Elke brachten spätestens bei Carlos Santanas Soul das Publikum zum Kochen. Die Begeisterung der Musiker war deutlich hör- und spürbar - ein Mix im perfekten Rahmen jeglicher Stilrichtung. Mehrstimmitger Gesang bei "Crosby, Still and Nash" oder a capelle wie Janis Joplins fehlte nicht.

"Habt ihr mal a Bier für'n Schlagzeuger" - dass es weder Musikern noch Publikum an etwas mangelte, dafür sorgte das altbewährte Stebener Schützenhausteam.

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Elke Seyfferth



FRANKY
A Night of Woodstock - live am 30. Januar im Schützenhaus Bad Steben
Projekt 2004 der Livekultur für Oberfranken

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Stell Dir vor, du nimmst dir drei Vollblutmusiker - du stellst um den aus Leadgitarre, Bass und Drums bestehenden Grundstock eine Mannschaft mit Stimmen, Percussions, Keyboard und Rhythmusgitarre zusammen, die sich im ständigen Wechsel auf der Bühne austoben dürfen. Kann das überhaupt funktionieren - bei einer Bandbreite der Interpreten zwischen Hendrix, Janis Joplin und Crosby, Stills & Nash und ... Uneingeschränkt: JA! Trotz des Nachahmens der cockerschen Gestik ist zwar Achim Weller optisch mit Joe Cocker kaum zu vergleichen - denn der Joe bringt mehr Gewicht auf die

Waage, lässt dafür einiges an Haare vermissen. Doch auch im "Zuhör-mit-geschlossenen-Augen-Test" kommt Achim verdammt nahe ran.

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Kompliment, sogar die schwierigen Passagen in "with a little help… " werden dem Gehörgang reibeisenecht präsentiert. Zum Finale zweieinhalb Stunden später steht Janis Joplin alias Janina Färber auf der Bühne. Mercedes Benz ohne Netz und doppeltem Boden - Casting-Shows im TV werden zum lächerlichen Kasperle-Theater degradiert. Zwischen Cocker und Joplin regiert Livemusik pur, die in jeder Phase hochqualitative Musik bietet. Lebendig ist eigentlich das bessere Wort

für abgedroschene Anglizismen wie "Live", denn hinter dieser Mannschaft steckt die pure Liebe zur Musik. Jeder, der weit nach Mitternacht das voll gefüllte Schützenhaus in "Steem" verlassen hat, wird seinen Kumpels von einem verdammt guten "Woodstock" berichten können.

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Gruß an meine Altersklasse: hoch die Ärsche vom Kanapee und auf nach Rehau am 6. Februar.

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michael kolb 31-01-04



Fränkischer Tag, 23. Januar 2004
Livekultur Projekt begeistert Fans
Volles Haus bei Tourstart in Hof und in Nordhalben - All-Star-Besetzung

HOF/NORDHALBEN. Die beiden ersten Auf-tritte des neuen Live-kultur Projekts "Wood-stock 2004" von Jürgen Fein zogen die Fans in Scharen an. Der "Alte Bahnhof" in Hof platzte aus allen Nähten und auch die Nordhalbener Nordwaldhalle war voll-besetzt.

Kein Wunder, das legen-däre "Love&Peace"-Festival aus dem Jahr 1969 war wohl der größte Meilenstein in der Ge-schichte der Rockmusik. Fast alle Superstars der damaligen Zeit traten auf und verwandelten zu-sammen mit Hundert-tausenden von Fans die dreitägige Veranstaltung in ein Happening. Der dabei gedrehte Film erreichte als Dokumentation der Hippie-kultur Kultstatus, die Ton-dokumente werden bis heute millionenfach ver-marktet.

Woodstock wurde zwar zum Inbegriff einer Rock-generation, bis auf eine wenig beachtete Neuauflage zum 25-jährigen Jahrestag griff jedoch niemand das Ereignis noch einmal ernsthaft musikalisch auf. Bis jetzt. Bis zu Jürgen Fein und seinem "Livekultur Projekt für Oberfranken". Der Hofer Gitarrist und Sänger scharte erneut Mitglieder verschiedener oberfränkischer Bands um sich, um nach der 2003-er "Nicht of Guitars" nun "Woodstock 2004" auf die Beine zu stellen.

Neun Musiker, sonst in Diensten von Feins Hausband "Granny's Pearl", bei "Waldschrat", "Heartattack", den "Game Boys", dem Gospelchor "Joy in Belief" oder den "Pilgramsreuthern", schlüpften in die Rollen der damaligen Stars. In leicht veränderter Besetzung nahmen sie zunächst eine professionell produzierte CD unter Feins Regie auf und probten dann für die Live-Revue. Die ersten beiden Gigs übertrafen wohl noch die hochgesteckten Erwartungen und begeisterten die Fans restlos.

Dekoration

Schon allein die Dekoration mit Batiktüchern, über-dimensionalen "Peace"- Emblemen und Batterien von Farbstrahlern weckte erwartungsfroh Nostalgie-Gefühle im altersmäßig sehr gemischten Publikum. Elke Seyffert zeichnete dafür, wie

schon beim letztjährigen Projekt, verantwortlich und war wieder in einer Gastrolle als tanzendes Hippie-Girl mit von der Partie. Auch die Musiker traten in den typischen Schlabber-Klamotten und mit ent-sprechenden Accessoires auf.

Im "Bahnhof" durften "Guitar Beat" die Rocknach eröffnen, die "Heartbreakers" waren in der Nordwaldhalle als Vorgruppe engagiert worden. Leider sagte in Nordhalben der zweite Support-Act, die Blues-rock-Formation "Voodoo Chile" kurzfristig ab, die damit eine gute PR-Chance verpasste.

Nach jeweils kurzer Umbaupause kündigten die schwellenden Hammond-orgelsounds von "With a little help..." das Hauptprogramm an. Ins Rampenlicht trat ein zwar etwas magerer, aber authentisch zappelnder Joe Cocker-Epigone, der von Achim Weller auch stimmlich glänzend kopiert wurde. Als Basisband fungierten Moderator/Gitarrist/Sänger "Dr." Fein, Drummer "Schrat" Harry Tröger, Peter "Fips" Wrobel an Bass und Sax, Keyboarder Rolf Deutschendorf und "Meister" Thomas Mohr an der zweiten Gitarre. Janina Färber, Sandra Stail und Harald Gebhardt bildeten neben ihren Solo-Auftritten den Back-ground-Chor. "On the Road again" eröffnete den "Canned Heat"-Set mit dem nasen-geklammerten "Dr." als fistelnder Leadsänger.

Harald Gebhardt war die John-Fogerty-Stimme der nachfolgenden CCR-Songs und gab dann auch einen passablen Roger Daltrey im "Tommy"-Medley der "Who". Noch besser als auf der CD kam live die Stimme von Sandra Stail alias Grace Slick, die frisch gelockt und im weißen Folk-Kleid lasziv-kühl die "Jefferson Airplane"-Songs intonierte.

Gand das Gegenteil dann der Auftritt von Janina Färber, die mehr als nur die Kopie ihres Vorbilds Janis Joplin abgab. Die Publikumsanmache im breiten Texas-Slang, die wilde Bühnenshow und nicht zuletzt die unvergleichliche Röhre hatte die kleine Nord-halbenerin so perfekt drauf, dass die Fans an eine Wiedergeburt der besten weißen Bluessängerin glauben mochten.

Bei den Latin-Rocknummern von Santana "feat. Achim Weller" kochte die Stimmung ihrem Höhepunkt entgegen. Fein ließ seine Gitarre über dem pulsierenden Percussion-

teppich singen, der auch Elkes üppige Hüften im Bauchtanz-Kostüm zum Rotieren brachts. Feedback kündigte den Auftritt von Jimi Hendrix (Fein) an, dessen Gitarrenstil damals revolutionär war. "Voodoo Chile" und "Hey Joe" (mit Gebhardt, voc.) waren die Hommage an die Ikone der Rockmusik schlechthin. Mit dem rauen "I'm going Home" von "Ten Years After" schwenkte das Woodstock 2004-Projekt ins Finale ein. Während der "Dr." noch einmal mit seinen schnellen Fingern über das Griffbrett jagte, steuerte Harry Tröger die Blues-Shouts von seinem Drum-Set aus bei. Mit "Crosby, Stills & Nash'" "Find the cost of freedom" endete der offizielle Set.

Die mittlerweile ausgeflippten Fans brauchten nicht lange nach einer Zugabe rufen, die Band hatte noch einen kräftigen Nachschlag parat. Bei "Mountains" balladeskem "Theme for an imaginary western" mit der hellen Gebhardt-Stimme im Focus ging der Puls zunächst etwar runter. Als jedoch "Janis" erneut anrauschte und die All-Time-Klassiker "Mercedes Benz" und "Me & Bobby McGee" ins Mikro röhrte, gab's kein Halten mehr. Die neun Mitglieder wurden für ihr Woodstock 2004-Progjekt gefeiert, das das Festival zwar musikalisch hervorragend, aber auch nostalgisch augenzwinkernd wieder-aufleben ließ. Trotz weniger Proben harmonierte die Band bestens und brachte die unterschiedlichen Musikstile der damaligen Zeit gekonnt auf die Bühne.

Rockgeschichte

Das Projekt kopiert aber in Songauswahl (nicht alles stammte vom Festival) und Arrangements die Originale nicht blind, sondern lässt die Rockgeschichte der späten sechziger im heutigen Sound Revue passieren. Der stimmte dank guter Mischerarbeit auch live, hätte zumindest in Nordhalben aber noch etwas mehr Bass vertragen können. Jürgen Fein fand dazu die richtigen Kollegen, die daraus eine tolle Live-Rock-Show machten.

Die ist noch am 30. Januar im Bad Stebener Schützenhaus, am 31. Januar im Hofer Rockwerk, am 6. Februar in der Ringer-Halle in Rehau, am 7. Februar im "Nepomuk" Altenkunstadt, am 12. März im Sportheim Hirschfeld und am 13. März im Rathaussaal in Helmbrechts zu erleben.

nn



Rehauer Tagblatt, 9. Februar 2004

Flower-Power-Gefühle in der Ringerhalle
180 Fans handgemachter Rockmusik erlebten eine Zeitreise zurück zu Jimi Hendrix, Janis Joplin oder Jefferson Airplane

REHAU - 180 Flower-Power-Süchtige sind zur "A Night of Woodstock-Music", dem Revival des legendären 69-er Festivals in die neue ASV Ringerhalle, Sofien-straße, gekommen. Optisch zu erkennen waren einige der Erinnerungssüchtigen ab über 30 Jahre, an dem als Hals-kettchen umgehängten drei-schenkligen "Peace-Zeichen" sowie den farbenfrohen Bändern um den Kopf oder die Kniekehle bei den Jeans.

Handgemachte Musik mit zwei Gitarren, Hammond-orgel, Piano, Bassgitarre, Drums und Percussions sowie fünf Stimmen sorgten gegen zehn Uhr zweieinviertel Stunden lang für Wood-stock-Festivalatmosphäre. Die hochkarätig besetzte Band sorgte für eine Zeitreise 34 Jahre zurück und belebte diese mit Titeln von Joe Cocker, Janis Joplin, Santana, The Who oder Jimi Hendrix.

"Schee woars, mir ham viel Spaß g'habt", sagte Initiator und Musiker Jürgen Fein am Schluss. Stunden vorher hatte er die Fans mit dem

Hinweis auf das legendäre Datum des Woodstockfestival, den 15. August 1969, "heiß" gemacht. Hinter "Woodstock 2004" steckt Feins Konzertprojekt "Livekultur", die Idee, jedes Jahr aufs Neue ein ganz besonderes Konzert-programm zu entwerfen und es mit speziell dafür zusammengesuchten Musikern auf die Bühne zu bringen. In der RSC-Halle waren das die Sängerinnen Sandra Stail (Hofer Gospel-chor "Joy in Belief") und Janina Färber (Gospelchor Kronach). Die Instrumente spielten Achim Weller ("Game Boys") Gesang und Percussion, Harald Gebhardt ("Joy in Believe"), Jürgen Fein ("Granny's Pearl"), Gitarre und Gesang, Rolf Deutschendorf ("Granny's Pearl"), Hammond und Piano, Peter Wrobel (Pilgramsreuther) Bass, Saxophon und Klarinette, Thomas Mohr ("Granny's Pearl") Gitarre und Harry Tröger (Ex-"Waldschrat") Schlagzeug und Percussions.

Im Vorprogramm hatten "The Guitar Beat" mit Max Viehrig, Michael Munzert, Wolfgang Narr und "Schrieb" mit Süd-staatenrock die Stimmung angeheizt. Den Einstand nach Maß verabreichte Achim Weller mit seiner perfekt "gezappelten" Nachahmung von Joe Cockers "With a little help from my friends". Breit war

der musikalische Bogen, der geschlagen wurde: CCR, Canned Heat, The Grateful Dead, Jefferson Airplane, aber auch Crosby, Stills and Nash waren zu hören.

Der absolute Höhepunkt der Bühnenshow war Carlos Santanas "Nahkampf-Klassiker", garniert mit Bauchtanz und Conga-Rythmus. Die Zigarette brannte bei der von Janina Färber dargestellten Janis Joplin ebenso wie beim Original; stimmlich war vor allem der A-capella-Vortrag "Mercedes-Benz" ein Genuss. Ex-"Waldschrat"-Schlagzeuger Harry Tröger holte mit seiner tiefen jazzigen Stimme das "Going Home" von "Ten Years After" in die Halle.

Dem Publikum hat die musikalische Zeitreise gefallen, und es schwelgte in Erinnerungen wie Rainer Wölfel, Jahrgang 1957. "Das ist Musik, handgemacht und zeitlos", freute er sich. Der Rehauer erinnerte sich, damals in der Jugendzeit noch Vorbildern wie Musikern oder Sportlern nachgeeifert zu haben. Michael Rieß aus Oberkotzau vergab das Prädikat "optimal". Vor allem Carlos Santana hat es ihm angetan. Der 44-Jährige schwärmte: "Das waren super Gitarren-Soli."

R.D.








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